Beerdigung

Der Tod eines Menschen ist ein sehr großer Verlust für alle Menschen,
die ihn lieb hatten oder ihm nahe waren.

Es gibt eine wichtige Gewissheit: Gott vergisst keinen Menschen.
Gottes Meinung in Verbindung mit dem Leben eines Menschen ist wichtiger als alles, was wir Menschen über ein Leben denken oder urteilen.

Allen Menschen, die um jemanden trauern, verkünden wir:
Unsere Verstorbenen sind bei Gott in guten Händen.

Im Trauer‑Gottesdienst wird das Leben der verstorbenen Person wertgeschätzt und geehrt. Der Gottesdienst stärkt den Glauben daran, dass wir durch Christus wieder auferstehen.

Wir glauben und vertrauen, dass die die Seele der Verstorbenen zukünftig bei Gott wohnt. Wenn es keine Hoffnung auf das Leben nach dem Tod und keine Hoffnung auf ein Wiedersehen bei Gott gibt, dann bleibt der Tod trostlos. Wir Christen aber glauben fest daran, dass der Tod nicht das Ende ist.


Welche Möglichkeiten gibt es?

Sie sind Taub, Schwerhörig, können nicht sprechen oder sind aus anderem Grund gebärdensprachlich und bald ist eine Beerdigung?

Fast immer sind bei einer Beerdigung auch hörende Familienmitglieder dabei. Deshalb suchen viele Gebärdensprachler Kontakt zur hörenden Kirchengemeinde oder geben den Hörenden Bescheid: „Ihr könnt das organisieren.“ Aber das muss nicht so sein!

Wir von der Evangelischen Gebärdensprachgemeinde helfen gerne.
Melden Sie sich bei uns im Büro, dann können wir einen Gesprächstermin vereinbaren.

Es gibt zwei Möglichkeiten:

  1. Trauer-Gottesdienst in Gebärdensprache
  2. Dolmetscher für Gottesdienst

Trauer-Gottesdienst in Gebärdensprache

Die kirchliche Beerdigung kann vollständig in Gebärdensprache stattfinden. Auf dem Friedhof in der Kapelle hält die Pfarrperson den Gottesdienst in Gebärdensprache. Auch am Grab gebärdet die Pfarrperson.

Wenn die Hörenden es wünschen, weil sie leider noch keine Gebärdensprache können, bekommen Sie Mitlesetexte.

Besonders, wenn die verstorbene Person selbst früher gebärdete, ist es auch ein Zeichen der Ehrung der Person, die Beisetzung ebenfalls in Gebärdensprache zu gestalten. Die einzige Bedingung hierfür ist, dass die verstorbene Person selbst zu Lebzeiten evangelisches Kirchenmitglied gewesen ist. Warum? Wenn eine Person selbst nicht an Gott glaubte oder sogar bewusst aus der Kirche ausgetreten ist, dann respektieren wir das und bestatten die Person nicht gegen ihren Willen christlich.


Dolmetschen im Gottesdienst

Wenn die Hörenden leider bereits den Gottesdienst organisiert haben, dann unterstützen wir Sie trotzdem gerne.

Diese Möglichkeit gilt aktuell nur für Taube Mitglieder der evangelischen Kirche, die selbst Angehörige der verstorbenen Person sind und nur, wenn die verstorbene Person selbst evangelisch ist und von einer Pfarrperson bestattet wird. Wenn das auf Sie zutrifft, dann stellen wir Ihnen gerne eine dolmetschende Person für die Bestattung.

Wenn Sie unsicher sind, ob die verstorbene Person evangelisches Kirchenmitglied war, können Sie uns gerne mit dem Totenschein im Büro besuchen, dann schauen wir das für Sie nach.

Für das Dolmetschen müssen Sie frühzeitig vor der Bestattung mit der Pfarrperson zusammen einen Antrag ausfüllen. Zum Formular und weiteren Informationen dazu kommen Sie hier: Infos zur Dolmetschung